Europa Norwegen

Finnmark – die nördlichste Provinz Norwegens

Normalerweise besuche ich meine Mutter ja nur Weihnachten, also im Winter, in Norwegen. Als sie aber in Tromsø lebte haben wir die Möglichkeit genutzt von dort den Trip zum nördlichsten Punkt Europas zu starten. Dabei fährt man die meiste Zeit durch die Provinz Finnmark. Dieser Teil Norwegens ist dafür bekannt, dass er der größte, aber zugleich auch am dünnsten besiedelte ist. Auch die einzige Grenze zu Russland befindet sich hier. Finnmark umschließt im Norden auch Schweden und Finnland.

Finnmark 1

Finnmark 2

Finnmark 9

Nachdem die Reise doch schon ein wenig her ist, habe ich die Namen der einzelnen Stationen nicht mehr so richtig im Kopf, aber die Landschaft und besonders zu beobachten, wie sie sich von Kilometer zu Kilometer, die wir nördlicher kamen, verändert hat, war einfach nur beeindruckend. Du konntest an der Temperatur (Anfang Juli hatte es ca. 5 Grad in Hammerfest), aber auch an den Pflanzen und Tieren erkennen, dass du von einer „Welt“ in eine andere fährst. Einfach nur toll!

Finnmark Hammerfest 2

Finnmark 6

Am Weg von Tromsø zum Nordkapp sind Alta und Hammerfest in jedem Fall empfohlene Stationen. Hammerfest ist auch schon wieder eins dieser nördlichsten Dingen: in dem Fall die (vermeintlich) nördlichste Stadt der Welt. Wobei diese Bezeichnung auch umstritten ist, weil es noch andere nördlichere Ansiedlungen mit gleichvielen Einwohnerinnen gibt, die jedoch nicht als Stadt bezeichnet werden. z.B. Longyearbyen auf Spitzbergen.

Finnmark 5

Finnmark Hammerfest 1

In Alta hat man mit Felsritzungen, die teilweise aus der Steinzeit stammen, Belege dafür gefunden, dass auch schon in sehr früher Zeit dieser Teil der Welt bewohnt war. Wenn man die Aussicht auf den Altafjord genießt, kann man absolut verstehen, warum hier immer schon Menschen gelebt haben – mir wär es auf Dauer dann doch zu kühl.

Finnmark Alta 2

Finnmark Alta 3

Finnmark Alta

Finnmark 3

Leicht außerhalb der Stadt befindet sich das Tirpitz Museum, das einen Einblick bietet, welche Rolle Nordnorwegen während des 2. Weltkriegs einnahm.

Finnmark Tirpitz Museum

Die Gegend ist besonders auch durch die samische Kultur geprägt. Das Volk der Samen hat sich im Norden Europas (Norwegen, Schweden, Finnland und Russland) angesiedelt. Ich persönlich finde ja ihr Kunsthandwerk am meisten beeindruckend.

Und dann gibt es im Norden Europas ja auch noch ganz besondere Einwohner: Rentiere. Wenn man in Hammerfest auf einen Spielplatz kommt, kann es schon mal passieren, dass sie es sich dort schon gemütlich gemacht haben.

Finnmark Hammerfest 3

Im Übrigen campt man in dieser Gegend am Besten. Es gibt ganz viele Plätze, die kleine Hütten vermieten, in denen es sich auf einfachen Stockbetten ganz gut aushalten lässt. Das ist dann auch finanziell noch tragbar – wobei in Norwegen nichts wirklich günstig ist; damit muss man rechnen.

Finnmark Campen 1

Finnmark Campen 2

Die Straßen sind auch völlig in Ordnung; man muss nur damit rechnen immer wieder vor Wasser (Fjorde) zu stehen und eine Fähre zu brauchen. Diese fahren mit unter nicht sehr oft und auch nur an ganz bestimmten Stellen zu ganz bestimmten Jahreszeiten. Daher sollte man die Strecke, die man fahren will,  im Vorfeld gut durchplanen. Auch Straßen können unerwartet gesperrt sein. Eine Ausweichrute kann einem dann auch schon mal einen halben Tag kosten.

Finnmark 7

Finnmark Fähre 1

Finnmark Fähre

Bilder Großteils von Roland Schönhofer

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