Europa Norwegen

Tromsø, die nördlichste Universitätsstadt der Welt

Meine Mutter ist ja vor einigen Jahren nach Norwegen ausgewandert und da sie dort auch schon öfters umgezogen ist, bin ich bereits in den Genuss gekommen mehrere Ecken des Landes kennenzulernen. Der wohl ungewöhnlichste Ort, wo ich sie besuchen durfte, war Tromsø – 340km nördlich vom Polarkreis. Im Winter für ca. 2 Monate dunkel – wir reden hier wirklich davon, dass die Sonne 2 Monate lang gar nicht aufgeht – und im Sommer genau das Umgekehrte. Man fliegt von Oslo auch noch einmal so lange weiter, wie man von Wien schon geflogen ist. Im Sommer ist das aber ein wirklich beeindruckender Flug über eine fantastische Landschaft (besonders dann im Norden).

Als ich meine Mutter 2007 also im Sommer besuchte, konnte ich mich um Mitternacht noch sonnen (s. Foto unten) und ich habe tatsächlich einen Sonnenbrand davongetragen. Die Stadt ist klein, aber doch einen Besuch wert. Die meisten BesucherInnen kommen hier her, weil sie wahrscheinlich entweder etwas mit der Universität zu tun haben, oder weil sie eine Kreuzfahrt mit den Hutigruten, der traditionellen norwegischen Postschifflinie, machen. Tromsø ist da der Startpunkt für die „Expedition“, die heutzutage wohl eher eine Luxuskreuzfahrt ist, nach Spitzbergen (wo ich übrigens noch immer unbedingt mal hin will – wenn es nicht so wahnsinnig teuer wäre).

Da die Stadt es gewöhnt ist, dass Leute von außerhalb kommen, gibt es auch das ein oder andere touristische zu sehen. So befindet sich z.B. die nördlichste Kathedrale der Welt in Tromsø; wobei ich die Eismeerkathedrale schon noch mal spannender von der Architektur her finde; oder auch Museen, wie z.B. das Polarmuseum.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, wird feststellen wie klug die NorwegerInnen doch sind. Tromsø ist nämlich komplett mit einem unterirdischen, tunnelartigem Straßennetz versehen, so dass man einerseits die Autos aus der Innenstadt fernhält und andererseits bei schlechtem Wetter dennoch von A nach B kommt. Und im Winter werden die Gehsteige in der Innenstadt beheizt – irgendwie verrückt, aber dennoch ganz praktisch.

Was ich auf jeden Fall empfehlen kann, ist eine Wanderung auf den Hügel/Berg Fløya gegenüber von Tromsø. Von dort hat man einen tollen Ausblick über die Stadt hinweg aufs Meer hinaus. Die Fotos unten sind auch dort entstanden. Es gibt wohl auch eine Seilbahn hinauf, die Tromsø Cable Car, die wir aber nicht genommen haben, genauso wie ein Café. Nachdem wir aber lustig sein wollten und um Mitternacht da raufmarschiert sind (wann kann man schon um Mitternacht einen Berg bei strahlendem Sonnenschein erzwingen?), war in unserem Fall alles geschlossen.

Damit hier aber nicht nur für einen Besuch im Sommer Werbung gemacht wird: Ich war auch 2x im Winter dort. Ja, es ist fast schon depressiv dunkel dort. Dafür ist es aber Eisfrei und gar nicht einmal so kalt (das war eine meiner wenigen schneefreien Weihnachten in Norwegen), da der Golfstrom vorbeifließt. Die Wahrscheinlichkeit im Umland Nord- bzw. Polarlichter zu sehen ist auch extrem hoch. Und ganz ehrlich: Das muss man einfach 1x im Leben gesehen haben. Und man erlebt im Winter in Norwegen meist auch wegen den Wetterverhältnissen was – wenngleich es meist abenteuerlich ist. So sind wir z.B. einmal am 3. Weihnachtstag (die Norwegerinnen feiern jeden Tag bis Silvester) auf der Insel Reinøya in der Finnkroken Kirke (Kirche) hängen geblieben, weil unerwartet ein Sturm aufgezogen ist und die Hutigruten (die auch Transportmittel sind) uns von dort nicht mehr abholen konnten. Normalerweise würde ich mich in solchen Situationen sehr unwohl fühlen, die NorwegerInnen sind aber so zuvorkommend, dass man sich bei ihnen immer willkommen fühlt. Und ganz nebenbei lernt man in solchen Situationen auch noch (wie sich im nachhinein herausstelle) die Gewinnerin einer australischen TV-Tanz-Show kennen…aber das ist eine andere Geschichte 😉

Zuletzt besucht: Dezember 2007

Tromsø 5.1

Tromsø 6.1

Tromsø 1

Tromsø 2.1

Tromsø 3.1

Tromsø 10.1
sonnen um Mitternacht…und da war ich ja noch richtig jung 😉

Tromsø 4.1

Tromsø 9.1
in dem schief stehendem Haus in der Mitte hat meine Mutter mit ihrem Mann ca. 2 Jahre gelebt

Tromsø 7.1

Tromsø 8.1

Tromsø 11.1

Bilder von Roland Schönhofer

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02 Comments

  1. Kjell Steinbru

    Good memories from an amazing town!

    6. Dezember 2017 Antworten
    • Karin

      Oh ja! Ich habe auch nur gute Erinnerung an meinen Reisen in den Norden. Wir sollten mal wieder dort hinfahren!

      6. Dezember 2017 Antworten

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